Am frühen Samstagmorgen machte sich eine 51-köpfige Gruppe der SE auf zur Pilgerreise nach Assisi, Rom und Venedig. Akribisch geplant und vorbereitet von Pater Tomy und dem in  Wallfahrten erfahrenen Reiseunternehmen Weis aus Neuler ging es mit dem Bus über die Autobahn nach Füssen, den Fernpass und den Brenner nach Italien. Begleitet von Gebeten und christlichen Liedern erreichten wir am Abend Assisi. Schon während der Anreise informierte der Busfahrer über viele am Wege liegenden Jahrhunderte alten Burgen, Schlösser, Kirchlein und Klöster. Anders als in vergangenen Jahrhunderten, als die entbehrungsreiche und zum Teil gefährliche Pilgerreise nach Italien Monate dauerte, hatten wir schon nach einem Tag unser erstes Etappenziel Assisi erreicht. Dort, in der Capella Santa Chiara, sowie später im Petersdom am Altare San Giovanni XXIII, den Katakomben Roms, der Jesuitenkirche Ignazio di Loyola und auf der Heimreise in der Wallfahrtskirche Maria Trens feierte Pater Tomy mit den Pilgern die Heilige Messe jeweils unter einem besonderen Anliegen.

Führungen in Assisi, Rom und Venedig mit sehr kundigen Reiseleiterinnen brachten eine Fülle von Zahlen, Fakten, Bildern und Emotionen. Durch das eng getaktete Programm mit kurzer Verweildauer bei den einzelnen Sehenswürdigkeiten und bedingt auch durch gewaltige Besucherströme, die an vielen Stellen zusätzlich durch Sicherheitskontrollen gebremst wurden, blieb oft nur ehrfürchtiges Staunen, Bewunderung und Hochachtung über prunkvolle, beeindruckende Kirchen, Museen, Gemälde die Baumeister und Künstler über Jahrhunderte hinweg zur Ehre Gottes geschaffen hatten.

Das absolute Highlight der Reise war die Papstaudienz auf dem Petersplatz. Schon Stunden vor Beginn der Audienz füllte sich der Platz mit tausenden Pilgern. Beim Erscheinen des Heiligen Vaters brandete ohrenbetäubender Jubel verbunden mit Francesco-Rufen auf. Die meisten Menschen stellten sich auf ihre Stühle, um den durch die Gänge fahrenden und segnenden Papst besser sehen zu können. Angemeldete Besuchergruppen, auch wir, wurden namentlich begrüßt, was jeweils zu lautem Beifall führte. Das Jahr 2016 hat Papst Franziskus als „Heiliges Jahr der Barmherzigkeit“ ausgerufen. Deshalb sind die Heiligen Pforten der  4 Papstkirchen bis 20. 11. geöffnet. Das nächste Heilige Jahr ist 2025. Rom, aber mehr noch Venedig, wirkten auf die Pilger wie ein einziges großes Museum. Venedig z.B. versinkt mit der Zeit immer mehr im Wasser (es gibt Pläne, die Stadt anzuheben), die Einwohnerzahl schrumpft, in der Stadt selbst gibt es keine Schule und keine normalen Einkaufsmöglichkeiten.

Im Abschlussgottesdienst in Maria Trens standen der Dank für die gut verlaufene Pilgerreise an die Mutter Gottes sowie das Gebet und die Fürbitten für die Mütter im Mittelpunkt.

Mit dem guten Gefühl, seinen christlichen Glauben an seinem Ursprung mit anderen erlebt und praktiziert zu haben, wurde die Heimreise angetreten. Das Lied „Großer Gott, wir loben dich“ setzte stimmgewaltig, von allen mitgesungen, den Schlusspunkt unter eine Pilgerreise mit vielen nachhaltigen Eindrücken.

Und wer am Trevi-Brunnen in Rom eine Münze über die Schulter ins Wasser geworfen hat, wird sicher bald wieder nach Rom zurückkehren.

vor der Ignatiuskirche
Venedig
im Petersdom