In der katholischen Kirche zum heiligsten Herzen Jesu in Mainhardt findet am Sonntag ein besonderer Gottesdienst statt. Die Sanierungsarbeiten sind fast abgeschlossen, der Altar wird eingeweiht.

ISABELLE FÄRBER | 13.03.2014

 

Kirchenrenovierung
                                              

Foto: Ufuk Arslan

Der Umbau der katholischen Kirche zum heiligsten Herzen Jesu in Mainhardt ist fast fertig und die Gemeinde kann ihren ersten Gottesdienst wieder in der Kirche abhalten. Seit September 2013 sind viele Bereiche renoviert worden. An Feierlichkeiten oder Messen war nicht zu denken. Diese fanden in der Zwischenzeit im Gemeindehaus statt. Deshalb freuen sich die Gemeindemitglieder auf den Wiedereinzug in ihre Kirche.

 

Für insgesamt 505.000 Euro hat das Gebäude eine Rundumerneuerung erhalten. Ohne die finanzielle Unterstützung der Diözese Rottenburg-Stuttgart wäre das Projekt nicht möglich gewesen. "So ein Bauvorhaben ist nicht einfach, da viele Parteien miteinbezogen werden, wie der Pfarrer, die Gemeinde, die Diözese, der Künstler und der Architekt", sagt Wilfried Correll, Vorsitzender des Kirchengemeinderats. Jeder habe seine eigenen Vorstellungen. Die gemeinsame Lösung stelle aber alle zufrieden. Corrells Dank geht an den Haller Architekten Werner Schuch. Er habe sich außerordentlich engagiert und man habe gespürt, dass ihm dieser Umbau selbst am Herzen liegt, so Correll.

Die Apostelkreuze sind neu geordnet worden, der Beichtstuhl wurde etwas verkleinert, die Elektroinstallationen und die Beleuchtung wurden völlig erneuert, die Decke wurde gedämmt, die Fenster isoliert. "Die Gliederung der Altarrückwand mit dem neuen Kreuz und dem alten Korpus war die schwierigste Aufgabe", sagt Schuch. Auch ein Künstler wurde engagiert. Rudolf Kurz fertigte die Tabernakel-Stele und den Ambo (ein erhöhtes Lesepult) für das Gotteshaus an. Auch der Altar musste den Sanierungsarbeiten weichen und wurde etwas tiefer gesetzt und, nach den Vorgaben des Zweiten Vatikanischen Konzils folgend, näher an die Gläubigen gerückt.

1991 wird Kreidler zum Weihbischof ernannt

Dazu musste er zunächst entweiht werden. Der Altarstein wird hierzu aufgeklopft und die heiligen Reliquien, die sich darin befinden, aufbewahrt. Am Sonntag werden sie wieder eingesetzt. "Ich war bisher nur bei einer Altarweihe dabei, aber da war ich noch ein Kind", erzählt Correll. Bischof Johannes Kreidler kommt am Sonntag nach Mainhardt, um die Weihe des Altars vorzunehmen. Dazu braucht ein katholischer Geistlicher eine besondere Ernennung. 1991 wurde Bischof Kreidler von Papst Johannes Paul II. zum Weihbischof in der Diözese Rottenburg-Stuttgart benannt.

Alle Bürger sind zu dieser Feier eingeladen, um mit der katholischen Gemeinde von Mainhardt das Fest zu feiern. Um 10 Uhr beginnt der Gottesdienst und die Altarweihe.