Preußens Glanz und Glorie ist längst Geschichte, nur wenig erinnert noch daran. Ganz anders dagegen Glanz und Glorie der katholischen Kirche – beides ist noch höchst lebendig und wird auch gerne präsentiert. Einen Eindruck davon erhielten die Besucher des Jubiläumsgottesdienstes am 16. Juli in der katholischen. Kirche St. Josef in Gaildorf. Anlass war das 25-jährige Priesterjubiläum von Pater Tomy Thomas, der als Seelsorger für die Seelsorgeeinheit Gaildorf-Hausen-Mainhardt tätig ist. Um 15 Uhr begann der Festgottesdienst mit einem feierlichen Einzug. Ein schier nicht enden wollendes Defilee von Priestern, Ordensleuten und Ministranten bewegte sich zum Altar, wo alle in einem Halbrund Platz nahmen. Bei manchen dürften da Erinnerungen an den Vatikan aufgekommen sein. Der Gottesdienst selbst wurde abwechselnd von Pater Tomy, einem seiner Ordensbrüder und dem ehemaligen Generalvikar und Domkapitular Werner Redies gestaltet. Musikalisch umrahmt wurde die Feierlichkeit von den 'Ministars' unter der Leitung von Claudia Manske und dem Gaildorfer Kirchenchor unter der Leitung von Matthias Banasch. Sowohl Chor als auch Solisten boten auf einem bemerkenswert hohen Niveau einen würdigen Rahmen. Eine grandiose Darbietung, die den festlichen Charakter dieser Veranstaltung stimmungsvoll betonte. Sehr stimmungsvoll war auch der Gesangsauftritt zweier Kinder aus Pater Tomy's weitverzweigter Familie. Indische Gesänge in einer katholischen Kirche – ein Symbol ihrer Universalität, Ferne und Nähe lagen hier ganz eng beieinander.

Die anschließenden Festredner, Gaildorf's Bürgermeister Zimmermann und andere, betonten Pater Tomy's Engagement und sein diakonisches Wirken in den Gemeinden. Die Vertreter der 3 Kirchengemeinden drückten ihren Dank in Form von Geschenken (Essensgutschein , Jubiläumskerze etc) und lobenden Worten aus. Pater Tomy zeigte sich in seiner Dankesrede sehr bewegt und gerührt. Vor allem freute ihn die Anwesenheit seiner Mutter, die diese Festlichkeit begleiten durfte. Er gedachte auch seines zu Jahresbeginn verstorbenen Vaters. Beim anschließenden Ständerling und dem darauffolgenden indischen Büffet gab es noch zahlreiche Möglichkeiten, miteinander ins Gespräch zu kommen, neue Leute kennenzulernen sowie sich über das soeben Erlebte auszutauschen. Es war ein gelungenes Fest, das alle Sinne ansprach und die besondere Wertschätzung für Pater Tomy zum Ausdruck brachte. Ein großes Lob muss auch den Organisatoren und den zahlreichen Helfern ausgesprochen werden, die mit ihrem Einsatz dafür sorgten, dass sich Besucher und Gäste rundum wohlfühlten.

Dieter Zoller