Bei der katholischen Kirchengemeinde ging am Mittwoch, 20. Dezember 2017, eine Ära zu Ende. Nach 47 Jahren Tätigkeit als Kirchenpflegerin - und nebenbei auch als Pfarramts- sekretärin- gab Frau Herta Brobeil dieses Amt an Frau Gordana Barbir ab. Diese war in der Oktobersitzung des kathol. Kirchengemeinderats einstimmig in dieses Amt gewählt worden. Die offizielle Übergabe nahm Herr Ehrenfried von der Kirchlichen Verwaltungszentrale vor. Er erläuterte sehr ausführlich die Aufgaben einer Kirchenpflegerin und wies darauf hin, dass diese in der Zukunft größere Änderungen erfahren würden. Die Kirchliche Verwaltungs- stelle Stuttgart gibt für dieses Amt unter anderem folgende allgemeine Ratschläge: Nichts aufschieben, Prioritäten setzen, Perfektionismus vermeiden, ein 'Nein' als das zeitsparendste Wort anzusehen etc. Das solle man ruhig umsetzen. Der bisherigen Amtsinhaberin bescheinigte er eine einwandfreie Amts- und Kassenführung. Eine ähnliche Einschätzung erfolgte auch durch Pater Tomy Thomas. Er betonte das außergewöhnliche Engagement von Frau Brobeil, das weit über das erforderliche Maß hinausging und auch einen erheblichen Teil ihrer Freizeit beanspruchte. Während ihrer ungewöhnlich langen Dienstzeit habe es so gut wie keine Fehlzeiten gegeben, stets sei sie kompetente Ansprechpartnerin für alle gewesen, die in irgendeiner Form mit der Kirche zu tun hatten. Im Grunde hatte Frau Brobeil mehrere Aufgaben: Kirchenpflegerin, Pfarramtssekretärin und, aushilfsweise, auch Mesnerin und Hausmeisterin. Leider steht die Vergütung für dieses Amt in keinem Verhältnis zum Aufwand. Es hat eher ehrenamtlichen Charakter, die Entlohnung ist symbolisch. Hier besteht zweifellos Handlungsbedarf seitens der Kirchenführung und -verwaltung, damit die Nachfolgeschaft auch in Zukunft gesichert ist. In Mainhardt ist dies glücklicherweise der Fall. Frau Barbir hat sich bewusst für diese Aufgabe entschieden und wird noch eine Zeit lang von Frau Brobeil als Mentorin unterstützt werden. Die katholische Kirchengemeinde Mainhardt hat Frau Brobeil sehr viel zu verdanken.Ein halbes Jahrhundert Dienst am Nächsten – das ist alles andere als selbstverständlich und verdient höchsten Respekt. Sie bedankt sich sehr herzlich für ihre langjährige und verantwortungsvolle Tätigkeit und wünscht ihr alles Gute im wohlverdienten zukünftigen Ruhestand, der ruhig noch etwas warten darf. Gleichzeitig begrüßt sie Frau Gordana Barbir in ihrem neuen Amt und wünscht ihr darin viel Glück, Erfolg und Gottes Segen.

Dieter Zoller, 2. Vors. kathol. KGR Mainhardt